Sti|mu|lus, der [Substantiv, maskulin]: 1) Reiz, der eine Reaktion auslöst; Gebrauch: Psychologie; 2) Anreiz; Gebrauch: bildungssprachlich; Betonung: Stimulus; [ˈʃt…], [ˈst…]; lateinisch: stimulus = Stachel [Quelle: Duden online]

Wir kennen körperliche und emotionale Reize. Empfindungen und Emotionen, die durch unsere Wahrnehmung zugeordnet und ausgelöst werden durch etwas, das wir riechen (olfaktorische Wahrnehmung), sehen (visuelle Wahrnehmung), schmecken (gustatorische Wahrnehmung), (er-)tasten (taktile Wahrnehmung) oder hören (auditive Wahrnehmung). Hinzu kommen Reize, die über unseren sogenannten sechsten – oder siebenten – Sinn in unser Bewusstsein dringen: Empfindungen, die wir nicht mit den bekannten Sinnesorganen wahrnehmen. Darunter können Instinkte fallen, natürliche Abwehrmechanismen wie Angst, Furcht, ein mulmiges Gefühl in unserem Solar plexus, das uns im bewussten Handeln Tätigkeiten setzen lässt, die wir zwar nicht rational, aber uns erklären können. Die Physiologie kennt zahlreiche weitere Sinne unserer Wahrnehmung, z. B. Temperatursinn, Schmerzempfindung, Gleichgewichtssinn, Lage- und Bewegungssinn, Organsinne, Hunger, Durst oder Harndrang.

Buchstaben, zu Wörtern zusammengesetzt, benötigen gar keine Kombination, um zu Sätzen zu werden und in uns einen Reiz auszulösen. Sie können emotional treffen, und ein Wort, das nicht für unsere Augen bestimmt war, kann uns schwer verletzen.

Dieser Blog des Textariats wird betreut von Claudia Sternat, MA.

Stimuli.at betrachtet anhand ausgewählter Wörter deren Wirkung aus unterschiedlichen Perspektiven und greift Inhalte und Themen auf, die mit Sprache, Rechtschreibung, Stil, Kultur und Gesellschaft korrelieren.

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